Gestern Abend war ich nach dem Essen noch mit meiner Gastmutter in Hauterive, diesem superschönen Kloster hier in der Nähe, um mir die kurze Abendmesse anzugucken. Das ist auch was, was man mal gesehen habe sollte und meine Liste mit den zumachenden Sachen wird immer kleiner:D Nach einem Spaziergang um das Gelände da herum sind wir noch zu Sandra, Christines Schwester gefahren. Maxime, der Sohn hatte gestern Geburtstag und Christine hat am Nachmittag ihre Tasche dort vergessen. Die Fahrt durch die Felder war wunderschön, vor allem weil die Sonne auch noch untergegangen ist! Wir waren also in Torny und haben noch was getrunken und den typischen Kuchen aus dem Kanton Vaud gegessen: Gâteau de Vully. Danach gings etwas zu spät wieder nach Hause und schlafen.
Und schon ist wieder Freitag. Mein Schultag war nicht sonderlich aufregend. In den ersten beiden Stunden Kunst, mussten wir unsere 10 Bilder fertig haben. Ich habe bloß 6:D:D und nächste Woche müssen wir die dann vor der Klasse mit einer PPP und die Thematik erklären. Ich habe dann halt nur 6… auch egal^^ In Mathe habe ich in der letzten Reihe gegammelt und Philo bin ich mal wieder alles Mögliche gefragt worden und meine Antworten waren wie immer rar:D Danach wurde Englisch in die 5. Stunde vorgezogen und nach noch einer Stunde auf die Uhr starren hatte ich frei:):):) Ich habe mich beeilt zu Christines Arbeit zu gehen, Missio, und dann hat sie mich mit nach Hause genommen, so war ich zum Mittagessen auch da.
Auf dem Programm stand dann: Sirop de Sureau. Holunderblütensirup! Das kennt ihr fast jeder, ist super lecker und wird jetzt im Frühling gemacht. Man gibt halt etwas von dem Sirup in ein Glas und dann Wasser oder Sprudel drüber. Und weil ich das soooo lecker finde, habe ich sehr gut mitgeholfne und so nehme ich ein paar Flaschen nach Deutschland mit! Als erstes gings zu Fuß los, denn es mussten 1000 Blüten gefundne werden. Ja… nicht ein Stilmittel für eine Übertreibung…. Wirklich tausend. Das hat dann einen Marsch von zwei Stunden gemacht und Francois und ich waren mit vollen Tüten wieder zu Hause. Aber man kann auch nicht alle pflücken… nur die Blüten, die wirklich schon „reif“ sind und wenn die Sträucher an einer Straße sind, geht das auch nicht, wegen der Umweltverschmutzung! Also musste gesucht werden…. Aber es hat geklappt. Trotz meiner Überdosis Medikamente war ich ununterbrochen am niesen und heulen… aber naja.
Zuhause mussten dann hundert Zitronen in hälften geschnitten und ausgepresst werden und danach wurden aus den Schalen noch kleine Stücken geschnitten werden. Das war eine Arbeit… das habe alle ich gemacht. Zur gleichen Zeit hat Francois die Blüten sortiert und in einen riesigen Bottich gegeben. Außerdem musste Zucker in Wasser aufgelöst werden. Alles wurde dann mit Zitronensäurepulver aus der Apotheke in den großen Bottich gegeben und nun muss man das immer mal umrühren und nach 5 Tagen wird das ganze gesiebt und in Flaschen gepackt. Das alles hat den ganzen Nachmittag in Anspruch genommen und das Resultat sind nun ein halber Daumen (das Messer für die Zitronen war sehr scharf) und in ein paar Tagen hoffentlich 40 Liter Holunderblütensirup.
Der Abend war dann mit Besuch voll. Ich hatte eben Zeit unter die Dusche zu hüpfen, denn um halb sieben kam Christine wieder und die hat Noel mitgebracht, den Priester/Pfarrer/Heiligen Opi aus Fribourg, der in Paris arbeiten muss. Der ist mega cool und auch ein relativ wichtiger Mensch. Und wenn es Besuch zum Essen gibt, wird wie immer ein Tammtamm veranstaltet. Erst mal wurde sich draußen hingesetzt und als erstes kam der Aperitif. Hochprozentiges und Schinken und so Kleinzeugs. Dann kam die Vorspeise. Leberwurst (also irgendso ein gutes Zeug) mit Salat und Melone mit Schinken. Danach sollte eigentlich die Hauptspeise kommen, aber auf einmal hat Jessi geklingelt. Sie war mit ihrer Gastmutter gekommen um mir meine Reisetasche die ich ihr geliehen habe, zurück zu bringen. Der größte Zufall kam aber dann, denn unsere beiden Gastmütter kennen sich aus der Jugend! :D:D Also sind die noch geblieben… auf ein Glas Rotwein natürlich. Irgendwann klingelte es dann wieder und Christines Freundin ist gekommen: Milla aus Tschechien. Sie hatte Besuch von ihrer Patentochter und der Freundin aus Tschechien. Jessi und ihre Gastmutter sind dann gefahren. Naja… die beiden Mädchen waren dann so 19 und können kein Wort Französisch, aber Deutsch und Englisch. Also habe ich mich mit denen nett auf Deutsch unterhalten… Der Hauptgang folgte dann aber auch und die drei neuen Gäste haben auch mitgegessen. Es gab Minikartoffeln und Aiglifilet. Der nächste Gang waren Brombeeren mit Vanilleeis und danach noch einen Gâteau auf Vin Cuit. Ich wurde wieder mal mehr oder weniger gezwungen, Wein zu süppeln. Ich sage immer nein und so, aber dann hat sich Christien wieder aufgeregt, weil Wein ja zur Allgemeinbildung gehört und balblabla… Der Abend war gegen ein Uhr beendet und es war meag cool… so Menschen von überall her. Die eine der beiden Mädchen konnte super gut, ich würde sagen sogar perfekt Deutsch sprechen und die andere konnte super Klavier spielen. Die hat dann gleich auch ncoh mal was gespielt… so Beethoven und Chopin und so. War mega schön! Naja… ich bin dann auf jeden Fall todmüde ins Bett gefallen… Die Nächte dieser Woche waren eindeutig zu kurz!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen