Donnerstag, 25. Juni 2009

24.6. Der große Abschied… so schlimm alles!

Heute Morgen war ich wieder zu Hause… gestern Abend ist es ja schon etwas später geworden und so habe ich den letzten Morgen mit meiner Gastmutter verbracht. Frühstücken konnte ich nichts… gestern Abend haben wir so viel gegessen, das ich jetzt gar nichts mehr runter bekomme. Allein beim Anblick von Essen wird mir schon schlecht. Der Morgen wurde wie gesagt zu Hause verbracht und ist auch relativ schnell vorbei gegangen. Ich habe noch mal mit meiner Gastmama eine Cuchaule gemacht, das freiburger Safranbrot. Zum Mittagessen gab es Krischpfannkuchen, weil wir so viele Kirschen haben. Da musste ich mich zwingen einen von runter zu bekommen… aber der Hunger ist seit gestern Abend weg.
Um ein Uhr bin ich das letzte Mal mit dem Bus nach Fribourg gefahren und habe alles erledigt, was ich noch erledigen musste. So war ich bei Coop und habe viele Blätter und Hefte mit dieser coolen Schweizer Quadratgröße gekauft. Danach kamen noch ein paar einfallslose Geschenke für die Deutschen in meine Tasche und mein Weg ging weiter zur UBS. Ich habe mein Konto geschlossen und meine Franken in Euros umgetauscht!
Als das alles erledigt war, bin ich noch zu den letzten beiden Schulstunden gegangen. Und danach hatte ich mein Treffen mit dem Proviseur, also Direktor. Er hat mir eine Schulbescheinigung und ein Zertifikat gegeben, was besser kein frankophoner zu Gesicht bekommen sollte. Aber der Monsieur hat noch gesagt, dass ich von allen Austauschschülern dieses Jahr am besten gearbeitet habe und die besten Fortschritte mit den besten Ergebnissen habe. :D:D Wie müssen dann die anderen sein? Zum Abschied habe ich dann ein Buch übers Collège bekommen und nach einer „Bise“ konnte ich auch gehen.
Wir waren mit ein paar Leuten aus meiner Klasse was trinken… die wollten dann noch das Buch signieren und auf einmal läuft uns noch Uldry übern Weg, der Geschichtslehrer! Der hat dann gleich auch noch was geschrieben und meinte auch noch mal, dass ich als Austauschschülerin ja gar nicht aufgefallen wäre und echt sehr gut wäre…. Hehe^^
Danach war das letzte Mal Chor. Scheiße… ich hatte schon so Angst… die letzte Probe. Es ging aber noch, ich habe es noch mal genossen in diesem wunderbaren Chor zu singen… aber anschließend ging es ins Marcello und es wurde weiter gesungen. Das war so schlimm… und vor allem bei Chante en mon coeur… da gings nicht mehr… schnief. Alles ist vorbei… oh man… es war schrecklich… solche schönen Lieder… (Lulu, j’espère que tu va m’envoyer ce chant!!!) Ich hatte mich gegen den Alkohol entschieden… was wohl ein Fehler war, vielleicht hätte ich dann etwas mehr gelacht. Einer nach dem Anderen… alle sind sie nach Hause gefahren… ich bin geblieben… Irgendwann waren wir nur noch vier Leute… Lucile, Philippe, Adrien und ich… und es ging auf die Mitternacht zu. Adrien und ich hatten noch die Chance den letzten Bus bis Villars zu bekommen und dann nach Hause zu laufen… aber Philippe hat uns netterweise mitgenommen. Dann kam der schwerste Abschied überhaupt… och man, das ist doch alles unfair. Alles ist so toll und man wird wieder herausgerissen.
Naja… um halb eins oder eins oder so war ich zu Hause und habe noch lange nicht geschlafen… alles so scheiße! Das einzige was mich grade motiviert ist, das ich im August wieder komme! Naja… alles Gute hat mal ein Ende!

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